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Milchviehstall der Familie Bernsteiner

Milchviehstall der Familie Bernsteiner

Familie Bernsteiner aus Piesendorf setzt neben Milch verstärkt auf Holsteinzucht Optimale Voraussetzungen geschaffen.

Milchviehbetrieb

Quelle: Salzburger Bauer 24.07.2008

Baubeginn war vergangenes Jahr im April, und im September konnte der neue Milchviehstall der Familie Bernsteiner in Piesendorf bezogen werden. 
Ing. Christine Mooslechner

„Wir waren mit der alten Hofstätte sehr eingeengt und hatten keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr und nach und nach wären nun Baumaßnahmen angestanden. Die Güllegrube war zu klein und wir haben immer noch mit der Hand ausgemistet und hatten keinen Festmistlagerplatz“, schildert Hannes Bernsteiner die Situation. Die neue Standortwahl ist dann inmitten der Grünlandflächen – sehr zentral – gewählt worden. „Der Grundriss sowie die Architektur des Stalles ist etwas Besonderes“, sagt Ing. Anton Schmid, der den Stall konzipiert hat. Im Nahbereich des Vierer-Tandem-Melkstandes befindet sich eine großzügige Abkalbebox, die beim Stallzugang schon optimal einsehbar ist, sowie vom Stallbüro, das oberhalb des Melkstandes angeordnet wurde. Zwei Anbindestände neben der Abkalbebox dienen der Vorbereitung und Handhabung von Versteigerungstieren. Dadurch kann Stress vermieden werden. Die 25 Liegeboxen für die Milchkühe sind Tiefbuchten, ebenfalls die tragenden Kalbinnen, Jungtierboxen wurden mit Hochbucht ausgeführt. Die Entmistung erfolgt mit drei Breitschiebern.  Die Konstruktion, Wandaufbau, Wandstärke und Dachhaut ergeben in Kombination mit der richtigen Lüftung und Schiebefenster das gewünschte Stallklima für ein optimales Wohlbefinden der Tiere. Die Warmwasserproduktion erfolgt mit Wärmerückgewinnung und wird von einer Solaranlage (12 m2) unterstützt. Im Winter werden die Kalbinnen am Zweitbetrieb von Regina gefüttert. Ca. 80 % der Fläche wird in Form von Rundballen siliert, im Sommer wird die Ration mit Biertreber ergänzt, im Winter mit Silomais. 1996 hat die erste Holsteinkuh den Stall betreten, seitdem konnte die Familie in der Zuchtarbeit ständig große Erfolge verzeichnen, und sind inzwischen begeisterte Holsteinzüchter. Einige Siegerkühe  befinden sich in der Herde, machen den Bernsteiners besondere Freude.

Milch ist Grünlandthema
Wir brauchen in der Berglandwirtschaft die Milchproduktion. Der Konsument zahlt mit einem Euro auch ausreichend für einen Liter Milch, nur die Aufteilung passt nicht. Für unseren Betrieb ist die Zuchtarbeit ein ganz wichtiges Standbein. Bei den Holsteinzuchttieren ist die Nachfrage am Markt sehr groß.

Betriebsspiegel
Familie: Johannes Bernsteiner (43), Lfs-Bruck, Landwirtschaftsmeister; im Winter bei den Bergbahnen Schmittenhöhe; Regina (40), landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Facharbeiterin, Bäuerin; Christian (18), Lfs-Bruck, Bau- und Kunstschlosser; Verena (12), Schülerin; Lisa-Maria (8), Schülerin; Elisabeth (65); Karl (63). Betriebsspiegel: 17 ha mehrmähdige Wiese (8,5 ha davon gepachtet), 20 Milchkühe, 40 Stück Jungvieh, 2 Pferde, 1 Pony, 10 Schafe (Kärntner Brillenschaf), A-Quote: 170.000 kg; Servitutsrechte und Weideanteile; Mitglied beim Rinderzuchtverband Maishofen, Mitglied Pferdezuchtverband; Fachausschussmitglied bei den Holsteinzüchtern.
Zweitbetrieb in Thumersbach (Unterschleipfengut): 5 ha mehrmähdige Wiese, 10 ha Wald; Servitutsrechte, Weiderechte;

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