Tierwohl Bullenstall Schmid

Moderner, tierfreundlicher und arbeitseffizienter Bullenstall auf die grüne Wiese gestellt

Betriebsreportage der Fam. Schmid aus Hilgertshausen-Tandern, nördlich von München

Der landwirtschaftliche Betrieb der Fam. Schmid umfasst 55 ha LN und war im Ortsgebiet von Hilgertshausen-Tandern angesiedelt. Der traditionelle Rinderbetrieb bewirtschaftete einen gemischten Milchvieh- und Bullenmaststall für 100 Rinder, davon 20 Kühe, Jungvieh und 60 Bullen. Da es in der Ortslage keine Erweiterungsmöglichkeit mehr gab, und Michael Schmid jun. als gelernter Landwirt  seinen Beruf gerne ausübt, entschloss sich die Fam. Schmid 2014 zur Aussiedelung und den Neubau auf die grüne Wiese. 2014 wurde eine Lagerhalle und 2018 die Fahrsilos errichtet. 2019 wurde der neue Bullenstall für insgesamt 220 Bullen gebaut, der nun seit wenigen Wochen in Betrieb ist. Da Michael Schmid zugleich auch als Lohnunternehmer tätig ist, wurde beim Stallneubau auf bestmögliche Arbeitswirtschaftlichkeit wert gelegt.

Der neue Bullenstall für 220 Rinder wurde als Tretmiststall mit eingestreuter Liegefläche und einem Laufgang am Freßplatz mit Laufgang Rillenplatten und Pendelschieberentmistung mit großzügiger Liegefläche von 6m2 pro Tier besonders tierfreundlich errichtet. Aktuell werden die Rinder noch konventionell vermarktet, Michael Schmid steht einem tierwohlgerechten Markenprogramm jedoch offen entgegen. Die einzelnen Boxen werden kontinuierlich belegt. Es werden Jungbullen und Färsen aus der Fresseraufzucht mit ca. 200 bis 220 kg eingestellt, um den Stall möglichst arbeitseffizient betreiben zu können. Das hohe Platzangebot für die Rinder bedingt schmale und tiefe Buchten. Diese werden mit der Strohmatic Einstreuanlage durch 2 Bahnen (ein Kreislauf) mit kurz gehäckseltem und entstaubtem Stroh automatisch eingestreut. Dies spart nicht nur Arbeitszeit und Stroh, sondern sorgt auch für eine trockene und fließfähige Mistmatratze, die von den Bullen gut nach vorne weggetreten wird.

Zugleich versorgt die Strohmatic den autonom fahrenden Rinderfütterungsroboter Transfeed Rover mit gehäckseltem Stroh für die einzelnen Rationen. Weitere Futterkomponenten zur Versorgung der Rinder sind: Luzerne- oder Kleegrassilage, Maissilage (Shredlage), Gersten und Körnermaisschrot, Rapsschrot zur Eiweißversorgung und Mineralstoffmischung. Alle Komponenten werden 2 Mal täglich für je 3 Gruppen automatisch angemischt und sehr exakt am Futtertisch ausdosiert. Der selbstfahrende Transfeed-Rover Fütterungsroboter von Rovibec/Schauer hat ein Fassungsvermögen von 3,4 m3 mit einem Doppel-Kegelmischer und einer variablen Dosiersteuerung, die eine sehr exakte Futterverteilung gewährleistet. Die permanente Stromversorgung über Stromschiene ermöglicht das gleichmäßige, permanente Mischen auch während der Dosierfahrt. Zwischen den Futterdosierungen werden 5 Fahrten zum Futteranschieben durchgeführt. Obwohl der Stall erst einige Wochen in Betrieb ist kann Michael Schmid bereits eine gesteigerte Futteraufnahme gegenüber dem alten Vollspalten-Boxenstall feststellen.

Der Start des neuen Bullenstalls ist gelungen. Die Arbeitsbelastung hat sich trotz Aufstockung um 120 Tiere reduziert und auch den Bullen geht’s gut. „Sie sind sichtlich ruhiger geworden, liegen viel Zeit zufrieden in ihrem Strohbett und fressen mehr“, freut sich Michael Schmid. Da sollten sich auch die entsprechend gesteigerten Zuwachsleistungen in der Zukunft einstellen. Angebote für eine Prämium-Vermarktung der Bullen aus dem Tierwohlstall nimmt die Fam. Schmid gerne entgegen.

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